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Was in Brandenburg jetzt erlaubt ist (ab 03.04.2022)

Die coronabedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens werden in Brandenburg ab dem 3. April deutlich reduziert. Nur einige Basis-Schutzmaßnahmen sollen noch bestehen bleiben. Ein Überblick über die aktuellen Regelungen.

 

Kontaktbeschränkungen

Für Zusammenkünfte im privaten und öffentlichen Raum gibt es keine Kontaktbeschränkungen mehr.

 

Maskenpflicht

In Schulen gibt es ab dem 3. April keine Maskenpflicht mehr. Gleichfalls entfallen die Maskenpflicht im Einzelhandel und 3G in Gaststätten, Theatern und Kinos und 2G in Clubs.

In Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens – in Krankenhäusern, Einrichtungen für ambulantes Operieren, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, Dialyseeinrichtungen, Tageskliniken, Rettungsdiensten, Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen, Obdachlosenunterkünften und Flüchtlingsheimen – müssen Besucherinnen und Besucher für die gesamte Dauer ihres Aufenthalts in geschlossenen Räumen und Beschäftigte bei der Ausübung körpernaher Dienstleistungen eine FFP-2-Maske tragen. Beschäftigte tragen ansonsten eine OP-Maske. Die in diesen Einrichtungen behandelten, betreuten, gepflegten oder untergebrachten Personen müssen bei körpernahen Dienstleistungen und in den allgemein zugänglichen Bereichen mindestens eine OP-Maske tragen. Das gilt nicht für voll- und teilstationäre Pflegeeinrichtungen.

In Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennahverkehrs müssen alle Fahrgäste eine FFP-2-Maske tragen. Bei der Schülerbeförderung und für Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr reicht eine OP-Maske. Auch das Kontroll- und Servicepersonal mit Kontakten zu anderen Personen muss mindestens eine OP-Maske tragen.

 

Testpflicht und Testnachweis

Nicht-immunisierte Beschäftigte in Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens – in Krankenhäusern, Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen, Flüchtlingsheimen, ambulanten Pflegediensten und im Maßregelvollzug – müssen sich an jedem Arbeitstag einer Corona-Testung unterziehen.

Ungeimpfte Schülerinnen und Schüler testen sich an mindestens drei von der jeweiligen Schule bestimmten Tagen pro Woche. Nicht-immunisierte Lehrkräfte sowie das sonstige Schulpersonal, das Kontakte zu Schülerinnen und Schülern oder zu Lehrkräften hat, muss sich täglich auf Corona testen lassen.

Ungeimpfte Kinder in Kindertagesstätten, die älter als ein Jahr sind, müssen sich mindestens an zwei nicht aufeinanderfolgenden Tagen pro Woche testen lassen. Nicht-immunisierte Beschäftigte in Kindertageseinrichtungen oder Horten müssen sich täglich auf Corona testen lassen.

Vollständig Geimpfte oder Genesene sind nach Vorlage eines Nachweises von der Testpflicht befreit. Dazu gehören das digitale Impfzertifikat, der Ausdruck des QR-Codes oder ein positiver PCR-Test, der mindestens 28 Tage und maximal sechs Monate zurückliegt. Impfnachweise und auch Genesenennachweise müssen als digitales Covid-Zertifikat der EU in elektronischer oder gedruckter Form vorgezeigt werden. Der gelbe Impfpass gilt als Nachweis nicht mehr, um Fälschungen vorzubeugen. Der Nachweis muss von den Verantwortlichen kontrolliert werden.

Die Testung muss über einen POC-Antigen-Schnelltest durch geschultes Personal (etwa ein kostenfreier Bürgertest in einer Teststelle), im Rahmen einer betrieblichen Testung oder vor Ort unter Aufsicht als ein Antigen-Selbsttest (sogenannter Laientest) durchgeführt werden. Ein negativer Test darf maximal 24 Stunden alt sein. Schülerinnen und Schüler sowie Kitakinder können sich über einen Selbsttest zu Hause testen.

 

Quarantäne

Wer positiv auf das Coronavirus getestet wird, muss Quarantäne– und weitergehenden Testpflichten nachkommen:

– Bei einem positiven PoC-Schnelltest oder Selbsttest, der unter Aufsicht durchgeführt wurde (beim Arbeitgeber oder im Rahmen einer erweiterten Einlasskontrolle), müssen sich Betroffene unverzüglich einem PCR-Test unterziehen. Bis zur Vorlage des Testergebnisses gilt die Pflicht zur häuslichen Quarantäne.

– Bei einem positiven PoC-Selbsttest, der nicht unter Aufsicht durchgeführt wurde, gilt zunächst nur die Pflicht, unverzüglich einen PCR-Test durchführen zu lassen. In diesem Fall gilt zwar keine Quarantänepflicht, allerdings sollten sich Betroffene vorsorglich in häusliche Isolation begeben.

– Bei einem positiven PCR-Test endet die häusliche Quarantäne nach zehn Tagen ohne Test. Sie kann bereits nach sieben Tagen mit einem zertifizierten Antigen-Schnelltest oder PCR-Test beendet werden. Die Quarantäne entfällt für alle geboosterten Kontaktpersonen oder für frisch Geimpfte und Genesene, wenn die Erkrankung oder die Impfung weniger als drei Monate zurückliegen.

– Für Schülerinnen und Schüler sowie Kinder in den Angeboten der Kinderbetreuung endet die Quarantäne als Kontaktperson bereits nach fünf Tagen mit einem Antigenschnelltest oder PCR-Test. Die Isolation nach einer Erkrankung kann nach sieben Tagen durch einen zertifizierten Antigen-Schnelltest oder PCR-Test beendet werden.

Beschäftigte in Krankenhäusern, Pflege- und ähnlichen Einrichtungen können bei einer Infizierung die Quarantäne nach sieben Tagen mit einem PCR-Test beenden, wenn sie zuvor mindestens 48 Stunden symptomfrei sind. Als Kontaktpersonen können sie die Quarantäne nach sieben Tagen mit einem zertifizierten Antigen-Schnelltest oder PCR-Test beenden.

Während der Quarantäne sind sämtliche Kontakte mit haushaltsfremden Personen verboten.

 

Hygieneregeln AHA+L

Einhalten des Mindestabstands

Hygiene beachten Maske tragen und regelmäßiges Lüften in Innenräumen

 

Hotspot-Regelung

Für regionale Hotspots können die Länder entsprechend dem Infektionsschutzgesetz des Bundes vom 18.03.2022 weitergehende Beschränkungen verhängen. Dafür muss das Landesparlament eine kritische Lage feststellen. Brandenburg plant eine solche Regelung über den Basisschutz hinaus, berät aber noch darüber.